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14. September 2009

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Keno Borde besucht Papenburger Werkstätten

090914 Keno Borde In Der Wfb Papenburg Werkstätten für Behinderte sind nach Meinung von Hans-Heinrich Hebler, dem Geschäftsführer des St. Lukas-Heims und dem SPD Bundestagskandidaten Keno Borde in unserer Gesellschaft unverzichtbar. Während in der freien Wirtschaft die einzelnen Mitarbeiter einem ständigen Leistungsdruck ausgesetzt sind, werden in den Werkstätten komplexe Arbeiten gemeinsam von den behinderten Mitarbeitern durchgeführt. Durch die Bewältigung der Arbeiten wird deren Selbstwertgefühl gesteigert. Andreas Frische, Caritas-Werkstattleiter in Papenburg, ist zu Recht stolz auf die Leistung seiner Mitarbeiter. „Bei uns werden komplexe Arbeitsabläufe in einzelne einfache Arbeitsschritte zerlegt. Diese können dann auch von Mitarbeitern mit schwersten Behinderungen durchgeführt werden.“ erläutert Frische. „Zusammen ist man stark“ ist dabei das Prinzip der Werkstatt. Besonders stolz sind die Mitarbeiter dann, wenn sie beim Einkaufen ihre eigenen Produkte im Laden wiederfinden und sie dann sagen können: „Das habe ich gemacht!“

In den vier Caritas Werkstätten, die zum St. Lukas Heim gehören, arbeiten circa 870 Mitarbeiter, von denen etwa 150 Behinderungen aufweisen. Die Zahl der Angestellten steigt dabei von Jahr zu Jahr. Allein in diesem Jahr sind knapp 30 Beschäftigte hinzugekommen. Dies liegt unter anderem daran, so Heinz-Bernhard Mäsker, Verwaltungsleiter der Einrichtung, dass in Papenburg viele Caritas-Einrichtungen zu finden sind und viele Familien mit ihren behinderten Angehörigen ins Emsland ziehen. Zudem hat sich die medizinische Versorgung im Laufe der Zeit stark verbessert, so dass die Lebenserwartung behinderter Menschen zugenommen hat.

Aufträge erhält die Caritas von etwa 150 Unternehmen aus der Region. Unter anderem auch von der Meyer-Werft, die zu den Großkunden gehört. Glücklicherweise sind nicht alle dieser Firmen von der Wirtschaftskrise betroffen. So sind zum Beispiel 90% der Aufträge, die bisher für Krone in Werlte abgearbeitet wurden, plötzlich weggefallen und auch Vitakraft hat seine Aufträge reduziert. Zum Glück konnten diese aber durch andere Aufträge abgefangen werden. „Auch wenn wir Aufträge verlieren, schicken wir unsere Mitarbeiter nicht nach Hause.“ stellt dann auch Hans-Heinrich Hebler klar. Schließlich haben die Werkstätten einen gesellschaftlichen Auftrag zu erfüllen. Jeder Behinderte hat einen Rechtsanspruch auf Arbeit. Die Geschäftsleitung hat dann auch eine Forderung an die Politik: Der Staat muss sich seiner finanziellen Verantwortung stellen. Steigende Fallzahlen müssen auch weiterhin ausreichend finanziert werden, damit das bisherige Qualitätsniveau gehalten werden kann.

Diese Botschaft ist bei Keno Borde angekommen. Borde: „Die Schlüsselzuweisungen dürfen nicht gekürzt werden.“


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